Sophia Louise Hirsch

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Irgendwer sagt immer, dass die Malerei tot ist, bis Avi schließlich aufschaut. Er beugt sich über den Tisch und sagt:
„Das mag sein, aber sie hält einen außerordentlich langen und opulenten Leichenschmaus!“

Die Ideen für ihre Bilder entstehen auf Reisen und stammen immer wieder aus Geschichten, die die Leute einander erzählen. Geschichten, die vorgeben wahr zu sein. Aber durch das viele Erzählen, durch die Schichten aus Zeit, die sich bei jeder Wiederholung darüber legen, bleibt am Ende nicht mehr außer einem Fragment, von dem was einst wirklich passiert ist. Diese Fragmente sind es von denen Sophia Hirschs Bilder erzählen.

Die Erzählung bricht plötzlich ab, verändert sich wird überlagert von einer neuen Ebene.
Fremde Protagonisten drängen sich ins Bild. Die Berge beginnen sich zu regen der Wald biegt sich, die Straße windet sich hin und her und verschwindet schließlich  im Nebel.
Sophia Hirschs Malereien werden von wütenden Tieren und traurigen Fabelwesen bewohnt, die wie auf einer Theaterbühne inszeniert werden.

Auch die Technik lässt sich nicht klar eingrenzen. Sophia Hirsch Malerei ist sehr experimentell.
Pastose Farbschichten werden direkt neben  durchschimmernden Lasuren gesetzt.
Klare, starke Konturen tauchen auf, nur um gleich darauf wieder in Farbwolken zu versinken. Bleistiftlinien, Öl-Kreiden, Acrylfarbe und Sprühlack werden durcheinander gemischt. Ihre Arbeiten sind meist großformatig. Daneben entstehen Druckgrafik und Radierungen, in denen sich ähnlich Motive wiederfinden.  


*1987
Malereistudium an der Kunsthochschule Weißensee, Berlin, und Bezalel Academy, Jerusalem.
Seit 2016 Masterstudium Illustration an der Burg Halle

Residencies
August 2012 "Hello Collective", Cieplice, PL
September 2012 "Port of Migration", workshop & exhibiton, Palermo, I

Förderpreis 2013 des Berliner Kunstverein

Sophia Hirsch